Es ist bereits viel über die ästhetischen Vorzüge der Fadengardinen weiß geschrieben worden und es wird Zeit, dass auch die funktionale Seite eine ausreichende Würdigung erfährt. Fadengardinen trennen einen Raum nicht nur in seiner Einsichtbarkeit ab, sichern also effektiv die Privatsphäre eines Bereiches, sondern stellen auch eine physische Barriere für Unannehmlichkeiten dar, die einen Alltag belasten können. Neben ihrer Funktion als leichter Sonnenschutz, ist hiermit vor allem ihre Schutzfunktion gegen Insekten gemeint. Für Fliegen und anders Getier sind Fadengardinen von www.gardinen-traum.de nicht nur ein tatsächliches Hindernis. Aufgrund des Sichtschutzes versuchen Fliegen nicht einmal in den angrenzenden Raum zu gelangen, da sie ja nichts von ihm „wissen“. In gewissem Sinne ist dies die Umkehrung des Fensterscheibeneffektes, bei dem die Fliegen ein Hindernis nicht erkennen und deshalb immer wieder aufs Neue dagegen fliegen. Für das menschliche Auge allerdings, sind die Fadengardinen in keinem Sinne ein Hindernis. Weder versperren sie die Sicht nach draußen noch sind Fadengardinen selbst für das Auge unangenehm. Besonders schön wirken Fadengardinen auch, wenn sie vor dem geöffneten Fenster durch eine leichte Brise bewegt werden. Hier kommen die beiden herausragenden Merkmale der Fadengardinen am besten zur Geltung, ihre verspielte Leichtigkeit, die dennoch mit einer gewissen Ordnung gepaart ist.

Der einzige Moment, in welchem die Fadengardine von ihnen überwunden werden kann, ist, wenn man durch sie hindurch geht und eine Fliege mit. Schon direkt danach, also noch während die Fäden sich auf ihre Grundposition einschaukeln, werden sie für Fliegen beinahe unpassierbar. Denn, ein weiterer Umstand, welcher sich bei Fadengardinen günstig auswirkt, ist, dass Fliegen unkoordinierte, schnelle Bewegungen in ihrer Umgebung meiden. Selbst wenn die Abstände der sich bewegenden Fäden einmal groß genug sind, hält der Instinkt sie von der Annäherung abhalten. Es sind also nicht nur der Preis und ihre dekorativen Eigenschaften, welcher Fadengardinen günstig erscheinen lässt, auch beim Schutz vor Fliegen heben sie von anderen Lösungen ab. Hinzu kommt, dass ihre Passierbarkeit jederzeit gegeben ist, ob hinter dem Fenster oder als leichter Türersatz. Bleiben wir noch kurz beim Thema Insektenschutz. Bewohner von Dachgeschosswohnungen werden schnell wissen, woum es geht - schräge Dachfenster öffnet man gern, um in den Räumen die Luft zirkulieren zu lassen. Im Sommer hat man dann den leidigen Umstand, dass bei geöffnetem Fenster diverse Insekten ungehindert hereinkönnen. Fadengardinen können an Dachfenstern dann aber leider auch nicht mehr viel ausrichten. Abhilfe schaffen da Insektenschutz Rolllos, Fliegengitter Plissees oder Insektenspannrahmen.



Manche Sprichwörter halten sich, weil es kein einziges, separates Wort für einen Umstand gibt, der immer noch aktuell ist. So wie der berühmte Tropfen das Fass zum überlaufen bringt, wenn die Grenzen der Fassbarkeit eigentlich schon überschritten sind und es nur eine kleine Ursache braucht, um eine überfällige Wirkung auszulösen. Das Sprichwort der kleinen Maus, welche keinen Faden abbeißt, deutet auf einen ähnlichen Umstand hin, der in seiner Bedeutung gar nicht so weit vom erst genannten entfernt liegt. Irrtümlicher Weise wird der Sinn oft simultan mit ´Fünfe gerade sein lassen´ verwechselt. Wenn also etwa Fadengardinen günstig waren, dafür vielleicht kleine Fehler besitzen, die das gesparte Geld aber bei weitem nicht aufwiegen, weil sie einen selber überhaupt nicht stören, dann wäre ´Da beißt die Maus keinen Faden ab´ falsch angewendet und hier können ruhig mal die ´Fünfe gerade sein gelassen werden´.

Der Faden, den die Maus nicht abbeißt, hat eher mit dem Märchen „Der Löwe und die Maus“ zu tun, in welchem der Löwe gefesselt wurde, also in einer ausweglosen Situation steckt und nur die Maus noch helfen kann, indem sie einen einzelnen Faden abbeißt, um so eine Kettenreaktion auszulösen. Diese hat natürlich besseres zu tun als dem Löwen ihr Vertrauen zu schenken, der sie in ihrem Leben bedroht. Stärkere können also nicht direkt vom Schwächeren besiegt werden, aber jederzeit von Umständen, in welchen der Stärkere den Schwächeren braucht. Entscheidende Unterschiede sind oft klein und notwendig. Wer das nächste Mal seine Fadengardine weiß betrachtet, denkt vielleicht jetzt daran, welche Bedeutung „schwach“ oder „stark“ eigentlich haben.